Im EU-geförderten Forschungsprojekt RUSTIK untersuchen der Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück e.V. und das Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS), wie Ausbildung im Rhein-Hunsrück-Kreis gestärkt werden kann. Trotz vieler Angebote bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt – zugleich finden Jugendliche nicht immer den passenden Einstieg. Unterschiedliche Erwartungen zwischen jungen Menschen und Betrieben führen zudem häufig zu Missverständnissen oder Ausbildungsabbrüchen.
Beim Dialogforum „Jugend und Ausbildung im Rhein-Hunsrück-Kreis“ am 6. Februar 2025 diskutierten rund 150 Gäste über Herausforderungen und Lösungswege. Vorgestellt wurden unter anderem Ergebnisse einer Jugendbefragung zu Erwartungen an Arbeitgeber, Entscheidungswegen und Zugangshürden. Deutlich wird: Jugendliche wünschen sich vor allem respektvollen Umgang und Freude an der Tätigkeit, während Anforderungen wie hohe Schulnoten oder schwer erreichbare Standorte oft Hürden darstellen.
Zu den zentralen Akteur*innen der Veranstaltung gehörten:
- Dr. Christoph Schleer, Director Research & Consulting am SINUS-Institut, mit einer Keynote zur SINUS-Jugendstudie
- Dörte Schall, rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung
- Volker Boch, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises
- Moritz Beul, Vorstandsvorsitzender der DFH Gruppe
- Manuel Hortian, Leiter der Puricelli-Realschule plus Rheinböllen
Ihre Beiträge betonten unter anderem die Bedeutung von Praktika, gelungener Berufsorientierung, Sprache, Integration und einer zielgruppenspezifischen Ansprache junger Menschen.
